Уха – это царица рыбной кулинарии
Ukha ist die Königin der Fischküche!

   Einmal rief mich mein Freund aus Russland an und begann sofort, das auf unserer Website dargestellte Rezept von Ukha zu kritisieren. Er konnte es sich gönnen, eine Rolle des Kritikers zu spielen, weil er ein Fischer mit einer großen Erfahrung ist. Der Inhalt seiner Kritik bestand darin, dass wenn die Kartoffeln in die Ukha zugegeben werden, dann ist es keine Ukha mehr, sondern eine Fischsuppe. Nach unserem Gespräch dachte ich daran, dass die anderen Besucher der Website die gleiche Meinung haben können. Deshalb beschlossen wir, mehr über Ukha zu erzählen.
   Als separates Gericht hat Ukha von der üblichen Suppe (Hühnerukha, Erbsenukha, usw.) bis zur Speise Entwicklung durchlaufen und wird ausschließlich mit Fischen assoziiert.
   Es gibt Hunderte von Rezepten der Zubereitung der Ukha, die sich durch die Technologie der Zubereitung, der Mischung der Zutaten unterscheiden. Manchmal entstehen auch die kulinarischen Widersprüche. Zum Beispiel soll man nach verbreiteter Ansicht in die Ukha keine Heringe legen. Höchstwahrscheinlich wurde diese Meinung nur wegen Unwissenheit über die Schmackhaftigkeiten des Donauherings gebildet. Eine der Ukha-Sorten im Donaudelta sieht die Anwesenheit des Donauherings unter den Kochfischen vor. Und Ukha nur aus Donauhering ist eine Lieblingsspeise der lokalen Feinschmecker. Natürlich ist Ukha aus Donauhering ein regionales Gericht, und sie wird nur am Niederdonau zubereitet.
   In jeder Region gibt es eine Abart von Ukha mit ihren kulinarischen Besonderheiten, die manchmal angenehm überraschen. So gibt man in die Ukha aus Heilbutt und Kabeljau gekochte heiße Milch in Archangelsk zu. In Onega gibt man in die Ukha aus den ausgetrockneten Kleinfischen die eingesalzenen Pilze zu. Man kocht noch Ukha mit Krebsen und Eiern.
   Trotz der großen Anzahl von Rezepten der Zubereitung der Ukha gibt es einige klassische Regeln, die man bei der Zubereitung der Ukha in jeder Region befolgt.
   Erstens wird die Ukha aus den lebenden Fischen gekocht (verwechseln Sie bitte den Frischfisch mit dem lebenden Fisch nicht!).
   Zweitens wird die Ukha in einem unoxidierbaren Topf gekocht.
   Drittens wird die Ukha mit dem offenen Deckel ohne starkes Kochen zubereitet.
   Es wird angenommen, dass die Ukha kein Mittagessen ist. Das ist eine Speise für einen guten Treffen, wo man alle Nachrichten bespricht, ein wenig klatscht, die geschäftlichen Fragen löst. Aber die Lipovaner im Donaudelta halten die Ukha für ein gewöhnliches Mittagessen wie Borschtsch, deshalb gibt es Kartoffeln unbedingt unter den Zutaten in Ukha. In Vilkovo wird der trockene lokale Wein „Novak“ beim Mittagessen serviert. Als die Einheimischen schon ein Glas Wein getrunken haben und den guten Gesamteindruck von der Mahlzeit äußern möchten, dann sagen sie: „Der Angel ist selbst barfuß durch die Seele gegangen“.
   Bei der Zubereitung der Ukha befolgen die Lipovaner viele Regeln, die man nicht verletzen darf. In diesem Fall wird man in der ganzen Vilkovo sagen: „Ach, er kann die Ukha nicht kochen. Die Gäste kamen zu ihm, und er hat sie mit Fischen aus den Rieden abgefüttert“. Wenn Küchenkräuter und Gewürzen in Ukha gelegt werden, bevor die Fische herausgenommen sind, dann nennt man solche Technologie „gamusom“, d.h. alles insgesamt. Das ist aber eine Scham, eine solche Ukha für die Gäste zu servieren.
   Man sagt in Vilkovo noch: „Man kann kochen, aber kann nicht servieren“. Am Niederdonau gibt es einen eigenen Brauch der Servierung der Ukha. Die Einhaltung dieser Regel ist obligatorisch, weil der ganze Prozess der Zubereitung dieses Gerichts verletzt wird.
   ˗ Da die Ukha leicht gesalzt gekocht wird, wird diese Speise immer mit Knoblauchsoße serviert.
   ˗ Es wird empfohlen, Fisch nicht mit Brot, sondern mit in der Ukha gekochten Kartoffeln zu essen.
   ˗ Nach der Zubereitung der Ukha werden Fische, gekochtes Gemüse und Soße auf einzelnen Tellern serviert.
   ˗ Die Ukha wird in die Tasse für jeden Essenteilnehmer gegossen.

   Jeder legt auf einen eigenen Teller Fisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten, dann gießt reichlich alles mit Knoblauchsoße. Guten Appetit! Eine Freude für den Körper, ein Fest für die Seele!

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